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Der Aufbau einer Podcast-Episode

Der Aufbau einer Podcast-Episode

"Episode" ist der gängige Begriff für die einzelnen Audio-Dateien in deinem Podcast.
Bei einem Hörspiel oder Fernsehserien würde man von "Folgen" sprechen.
Wenn du deine ersten eigenen Podcast-Episoden einsprichst, solltest du dir vorher einmal Gedanken um den grundsätzlichen Aufbau machen. Egal ob du bereits bestehende Blogartikel einsprichst, frei (mit Skript) redest oder Interviews führst. Ein wenig Struktur bringt eine klare Linie in deinen Podcast.

Der "Aufbau der Episode" hat erstmal nichts mit "Intro" und "Outro" bzw. deinem Jingle oder Ähnlichem zu tun. Es geht erst einmal nur um den Hauptteil der Episoden, den du unabhängig von der Nachbearbeitung bestenfalls am Stück aufnimmst. 

Es handelt sich natürlich immer nur um Empfehlungen und grobe Richtungsvorgaben.
Vergiss nie, dass es dein Podcast ist und du somit auch vollkommen frei in der inhaltlichen Gestaltung bist. 

Der klassische Aufbau sieht meist folgendermaßen aus:



Der Pitch

Bevor du mit deinem Thema loslegst, solltest du dich in jeder Episode zu Beginn kurz und knackig vorstellen. Du musst schließlich davon ausgehen, dass der ein oder andere Hörer dich evtl. in genau dieser einen Episode das erste mal hört. Er weiß also evtl. noch gar nicht, mit wem er es hier zu tun hat.

Eventuell hast du an anderen Stellen deines Marketings bereits eine Art "Pitch", den du an dieser Stelle dann auch übernehmen kannst wenn es passt.
Wenn dir das noch nicht so viel sagt, gebe ich an dieser Stelle ein wenig Starthilfe:

Wer bist du?
Was machst du?
Wie machst du es?
Was macht dich dabei besonders?

Wie immer empfehle ich dir auch hier, in viele verschiedene Podcasts reinzuhören und dich inspirieren zu lassen. 

Ausblick auf den Inhalt der Episode

Nach deinem Pitch solltest du deinem Hörer noch kurz verraten, was ihn in dieser Episode erwartet.

Worum wird es gehen?
Was wird er von dir erfahren?
Welches konkrete Problem wirst du für ihn lösen?
Was wird er danach wissen / können?
Was wird es ihm nützen?

Mache deinen Hörer also ein wenig Neugierig auf den Inhalt der Episode, motiviere ihn evtl. auch bis zum Schluss dran zu bleiben weil dann vielleicht noch etwas "Besonderes" kommt. ABER mache keinesfalls falsche Versprechungen!

Der Hörer sollte anhand des Ausblicks ehrlich entscheiden dürfen, ob die Episode inhaltlich für ihn interessant ist.

Wenn an dieser Stelle Erwartungen an den Inhalt geweckt werden die du nicht erfüllst, ist die Enttäuschung vorprogrammiert und schlimmstenfalls verlierst du den Hörer dadurch komplett.

Klassische Satzbausteine für den Ausblick:

"In dieser Episode erzähle ich dir wie du..."
"Du erfährst außerdem, warum du..."
"...damit du zukünftig besser..."
"Am Ende wirst du verstehen..."

Der Hauptteil

Dein Hörer weiß spätestens jetzt, wer du bist und was ihn in den nächsten gemeinsamen Minuten mit dir erwartet.

Nun kannst du mit dem eigentlichen Inhalt loslegen.

Thematisch bist du hier natürlich frei. Was ich dir aber mitgeben möchte ist, dass du darauf achten solltest, pro Episode genau 1 Problem deiner Hörer zu lösen. Versuche also deine Themen bestenfalls so zu strukturieren, dass du dich pro Folge um ein einziges geschlossenes (Teil)problem / ein Thema / eine Frage deiner Hörer kümmerst. 

Wenn du nicht eh einen bereits geschriebenen Artikel oder Ähnliches einsprichst, empfehle ich dir, zumindest ein grobes Skript oder Stichpunkte (evtl. auch als Mindmap) vorzubereiten.

So stellst du sicher, dass du nichts vergisst, dich nicht ständig wiederholst und bringst Sinn und Struktur in das Thema. Wenn du das Skript direkt etwas ausführlicher gestaltest, kannst du es im Anschluss auch super als Grundlage für einen kleinen Artikel zur Episode verwenden.

Auch bei der Beschreibung zur Episode (später bei deinem Hoster) ist es praktisch, wenn du z.B. direkt die Einleitung aus deinem Skript übernehmen kannst. All das spart natürlich wieder Zeit. 🙂

Die Zusammenfassung

Gerade wenn eine Episode viel spannenden Inhalt und gute Tipps beinhaltet finde ich es sinnvoll, die wesentlichen Punkte am Ende noch einmal zusammenzufassen. Ansonsten gehen die ersten Minuten deiner Episode gerne im Kopf der Hörer verloren.

Wenn du das Ende beispielsweise einläutest mit "fassen wir noch einmal zusammen..." oder ähnlichem, spitzen wir als Hörer gerne noch einmal gezielt die Ohren und haken für uns innerlich ab ob wir alles verstanden haben und nehmen konkrete Umsetzungstipps auch wirklich mit.

Der Call to Action

Mit "Call to Action" ist im Marketing eine Handlungsaufforderung gemeint. Wenn du dich schon ein wenig mit Marketing befasst hast wird dir klar sein, dass du deine Interessenten nie ins Leere laufen lassen solltest.

Und da wir Menschen uns in der Regel den Anfang und das Ende von Sachen am Besten merken können (du kennst das evtl. von Zahlen), gehört dieser Call to Action unbedingt an das Ende jeder Episode.

Die Handlungsaufforderung kann mehrere Dinge beinhalten oder auch (speziell in Launch-Phasen) auf ein bestimmtes Ziel fokussiert sein.

Empfehlenswert ist es z.B. immer, um eine Bewertung bei iTunes und um das Abonnieren deines Podcasts zu bitten wenn deinem Hörer die Episode gefallen hat. In den iTunes Charts klettert dein Podcast nämlich nur mit der Anzahl von "Neuabonnenten" nach oben.

Weitere "Call to Action's":

Je nachdem wo aktuell dein Fokus liegt, können weitere Handlungsaufforderungen sein:

- Besuche meine Website / meine Facebook-Seite, dort findest du...
- Komm in meine Community / Facebook-Gruppe, dort bekommst du...
- Dein Produkt / Dein Angebot
- Besuche mich auf Xing, LinkedIn....
- Hol dir mein Freebie XY...
- Melde dich an für... auf... 

Überlege dir hier immer schon vorher worauf du deinen Fokus legen möchtest. Umso mehr du hier aufzählst, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Hörer das gemerkt hat.

Gib ihm hier nicht zu viel Auswahl, sondern lade ihn ganz klar zu einer bestimmten Handlung ein, die z.B. zum Thema der Episode passt oder halt einfach grade aktuell, passend und wichtig für dich ist.

Da sich kaum jemand beim Hören Notizen machen wird, erwähne an dieser Stelle unbedingt, dass dein Hörer alle genannten Links in den "Shownotes" zur Episode finden wird. 



Nun kennst du den klassischen Aufbau einer einzelnen Podcast-Episode! 


Das wirkt an dieser Stelle vielleicht erstmal ein bisschen viel, aber wenn du gut vorbereitet bist und fleißig übst, wird das alles schon bald in Fleisch und Blut übergehen. Die ersten Episoden werden vielleicht noch nicht perfekt sein, aber das ist vollkommen okay. 

Wenn du dir Mut machen möchtest, höre mal in die ein oder andere "Anfangsepisode" der Profis rein.

Bei vielen wirst du feststellen, dass sie diese mittlerweile sogar gelöscht haben weil die Qualität so miserabel war, bei anderen wirst du feststellen, dass sie diese Tatsache menschlich und sympathisch macht. 🙂 


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1 Gedanke zu “Der Aufbau einer Podcast-Episode”

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