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Podcast starten – Mikro und Klang

Podcast starten – Mikro und Klang

Fast jeder der mit dem Gedanken spielt einen eigenen Podcast in die Welt zu bringen, fragt sich als erstes, was man dafür wohl so alles braucht. Und tatsächlich braucht es gar nicht sonderlich viel.

Abgesehen von den Inhalten und Themen deiner Show, ein wenig (in der Regel kostenloser) Software und einem Hoster ist die einzig benötigte Hardware und gleichzeitig auch irgendwie das Herzstück das Mikro. Ich gebe dir in diesem Artikel den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg und erzähle dir, worauf es beim Klang noch so ankommt.

Keine Ausreden!

Du merkst also schon... Die Ausreden, um den Start deines eigenen Podcasts weiter hinauszuzögern werden dir bald ausgehen.

Denn auch beim Mikro ist für jeden Geldbeutel etwas passendes dabei. Ich möchte an dieser Stelle keinen umfangreichen Mikrovergleich vornehmen, da es zum einen so unfassbar viele Modelle da draußen gibt, die Meinungen zum Teil auch einfach stark auseinandergehen und ich finde, dass jeder individuell das für sich passende Match finden sollte.

Und da heißt es ganz klar: Ausprobieren! Um es von der Bedienbarkeit möglichst easy zu halten, würde ich mich immer für ein USB-Mikro entscheiden. Die werden in der Regel einfach eingestöpselt und funktionieren. Ohne Software und große Installations-Arien.

Meine Empfehlung ist an dieser Stelle tatsächlich das Probieren mehrerer Modelle. Ich selber habe mir damals 3 verschiedene Mikros bestellt und habe kleine Probeaufnahmen an verschiedene Leute geschickt ohne zu verraten welches Modell zu welcher Aufnahme gehört. Auch dir würde ich empfehlen 2, 3 verschiedene Modelle zu probieren, um den Unterschied im Klang einfach mal selber zu hören. 

Die Preisklasse würde ich wohl immer ein wenig danach richten, wie ernst es mir mit der Sache ist.
Solltest du dir deiner Sache bereits sicher sein und legst wert auf einen professionellen Klang, lohnt sich definitiv ein Blick in die etwas höhere Preisklasse. Ich habe euch an dieser Stelle einfach mal drei Beispiele für Mikros in der mittleren Preisklasse herausgesucht.

USB-Mikros für Podcaster

DAS SAMSON METEOR

Das Samson Meteor kommt mit fest verbauten Füßen daher und nimmt auf deinem Schreibtisch wenig Platz weg. Es ist besonders gut für Videos und Webinare geeignet, da es den gesamten Raum mit aufnimmt. Das bedeutet jedoch auch, dass du schnell mal ein paar Hintergrundgeräusche mit drauf hast. Um den perfekten Klang zu bekommen, muss meist erst einmal ein wenig an den Reglern gedreht und ausprobiert werden. In letzter Zeit habe ich öfter gehört, dass es mit dem Samson Meteor zu einem leichten Hintergrundrauschen kommt. Das lässt sich im Normalfall allerdings ganz gut bei der Nachbearbeitung regulieren. Um beispielsweise Stöße gegen den Tisch oder Ähnliches nicht in der Aufnahme zu haben, lässt sich das Meteor auch in einen Schwenkarm montieren.

DAS AUNA-MIC

Wenn du möglichst wenig Umgebungsgeräusche aufnehmen möchtest und dein Fokus nicht unbedingt auf Videos liegt, dann ist das Auna MIC-900B eine gute Sache. Da du das Mikro ziemlich nah am Mund haben solltest, sieht es auf Videos nämlich evtl. etwas unvorteilhaft aus, dafür bekommst du einen guten, sehr direkten Stimmklang. Super ist hier auch, dass die “Spinne” direkt dabei ist und somit Stoßgeräusche und Trittschall direkt reduziert werden.

DAS RODE PODCASTER

Das Rode Podcaster ist ein dynamisches Großmembranmikrofon und wurde speziell für Podcaster entwickelt. Man spricht hier nicht von der Seite rein, sondern von vorn.
Der interne Popschutz ist hier ebenfalls eine Besonderheit und sorgt für merklich weniger Explosivgeräusche in den Aufnahmen.
Es ist einfach zu nutzen und ohne große Einstellungen bekommt man einen satten, druckvollen Ton, für den man allerdings recht nah am Mikro sein muss.
Der Preis ist mehr als angemessen und von meiner Seite gibt es eine klare Kaufempfehlung. Das Rode Podcaster ist eine sehr gute Mikrofon-Wahl für alle, die es ernst mit ihrem Podcast meinen.

Was gehört noch zu einem guten Klang?

Der Popschutz

Pop WAS?
Der Popschutz, auch gerne Popkiller oder Popfilter genannt ist in der Regel ein Kunststoffring, der mit Nylon bespannt ist. Mit einem flexiblen Schwanenhals und Klemmschraube kann er an jedem Mikrofonstativ befestigt werden. Durch ihn werden sogenannte "Explosivlaute" gefiltert.

Halte dir einfach mal die Hand direkt vor den Mund und spreche den Buchstaben "P" aus. Egal wie laut oder leise Du bist, du bemerkst immer einen leichten Windzug. Es liegt einfach in der Natur einiger Buchstaben, dass diese beim Sprechen Windzüge entfachen. Dazu zählen die Konsonanten P, B, D und T. Der Popschutz soll genau diesen Wind unschädlich machen, so dass die Schallwellen ungestört ins Mikro gelangen können.

Durch den Popschutz lässt sich mit wenig Geld die Aufnahmequalität recht einfach verbessern. Ein guter Mikrofon Popschutz muss dabei nicht teuer sein. Achte einfach darauf, dass der Schwanenhals eine gewisse Qualität hat wenn du ihn viel bewegst. Bringe den Schutz mit etwa 10 cm Abstand zum Mikro an und achte darauf, dass du ihn während der Aufname nicht berührst.

Wenn du den Unterschied einmal testen möchtest bevor du dir einen Popschutz bestellst, nimm dir einfach mal eine Strumpfhose, spanne sie mit den Händen zwischen Mund und Mikro und sprich einmal ein paar Sätze mit P's und T's zum direkten Vergleich. 🙂

Der Raumklang

Natürlich hat auch deine Umgebung einen erheblichen Einfluss auf die Klangqualität. 
Grundsätzlich gilt: So wenig Raum und so viel Stoff wie möglich. Kein Witz, ich habe schon von Podcastern gehört, dass sie ihre Episoden im Kleiderschrank aufnehmen, weil de Klang so phänomenal gut ist. 🙂
So weit musst du natürlich nicht gleich gehen, aber die größten Klangprobleme entstehen tatsächlich meist durch große, kahle Räume. Wenn du die Wahl hast, entscheide dich also am Besten für einen kleinen Raum mit Gardinen, Teppich usw. Der Stoff schluckt den Schall und sorgt für einen "echten" Stimmklang.

Wenn du keinen passenden Raum zur Verfügung hast, kannst du mit kleinen Tricks aber auch schon Abhilfe schaffen. Wenn du z.B. ein Standmikro verwendest, probiere mal den Unterschied im Klang wenn du es statt auf die glatte Tischplatte auf ein Handtuch stellst. Manchmal sind das schon Welten. 
Wenn du in einem wirklich großen Raum mit viel Hall aufnehmen "musst", könntest du dir langfristig auch eine Art "Kabine" mit Vorhang bauen oder 1, 2 Wände um dich herum mit einfachen Decken oder Stoff bespannen. Da heißt es wirklich einfach mal kreativ sein und wie immer ausprobieren. 🙂

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